Besuchen Sie uns im Sprachcafé International.
Dieses Angebot richtet sich an:
- Geflüchtete zur Verbesserung der deutschen Sprache.
- sowie an deutsche MitbürgerInnen, die unverbindlich Kontakt zu Flüchtlingen aufnehmen wollen
und dabei gleichzeitig helfen, deren Deutschkenntnisse zu verbessern.
Das Sprachcafé International bietet einmal im Monat eine Plattform für Begegnung und Austausch. Unser Ziel ist es, Menschen verschiedener Nationen zusammenzubringen, um in einer entspannten Atmosphäre bei Kaffee, Tee, Gebäck und kalten Getränken Sprache zu lernen und kulturellen Austausch zu fördern.
In separaten Gesprächsrunden zu wechselnden Themen, die an die jeweiligen Sprachniveaus (Level A oder B) angepasst sind, können Interessierte ihre Sprachkenntnisse erweitern und vertiefen. Jeder Gast kann selbst entscheiden, ob er hieran teilnehmen möchte oder einfach mit anderen Gästen in gemütlicher Runde zusammensitzen möchte.
Während der gesamten Veranstaltung stehen Helferinnen und Helfer für Gespräche an den Tischen zur Verfügung. Eine Kinderbetreuung wird durchgehend angeboten.
WANN: einmal monatlich donnerstags von 16 – 19 Uhr (genaue Termine siehe unten)
WO: im Katholischen Gemeindezentrum St. Martin, Berliner Straße 7 (großer Saal, Untergeschoss)
Im Juli fällt das Sprachcafé aus, stattdessen findet der Jahresausflug statt. Im August ist Sommerpause.
Lust mitzumachen? Wenn Sie sich beim Sprachcafé International oder auch als Pate oder Patin für Geflüchtete engagieren möchten, melden Sie sich bitte über unser Kontaktformular oder besuchen Sie uns einfach im Café.
Wir freuen uns auf sie!
Termine
Ankommen und Zurückgeben – Mehmet (am rechten Bildrand) engagiert sich für seine neue Heimat
Mehmet lebt seit zwei Jahren mit seiner Familie in Herrenberg. Aufgrund der schwierigen politischen Lage in der Türkei mussten sie ihr gewohntes Leben – ihre Berufe, Freunde und ihre Heimat – zurücklassen. Deutschland hat ihnen Sicherheit gegeben. Und das möchte Mehmet aktiv erwidern.
Schon in der Türkei war er über 20 Jahre in der Bildungsarbeit tätig und in Führungspositionen aktiv. Seine Frau unterrichtete an einer angesehenen Schule in Istanbul. Beide teilen die Überzeugung: Friedliches Miteinander entsteht durch Bildung, Empathie und gegenseitigen Respekt. Diese Haltung lebt Mehmet auch hier – jeden Tag.
Sprache als Schlüssel – und als Brücke zu anderen
Den ersten großen Schritt hat er bereits geschafft: die B1-Sprachprüfung. Besonders geholfen hat dabei unser Sprachcafé International. Für Mehmet ist es weit mehr als ein Sprachkurs – es ist ein Ort echter Begegnung, an dem Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenkommen und sich wirklich kennenlernen. Das Engagement der Ehrenamtlichen dort beschreibt er als äußerst wertvoll.
Inzwischen gibt er selbst zurück, was er bekommen hat: Als Vereinsmitglied hilft er aktiv bei der Organisation und Durchführung des Sprachcafés mit.
Auch der monatliche Sprachtreff im Haus Weitblick gehört fest zu seinem Alltag – ebenso wie der nächste Schritt: Im Juni beginnen Mehmet und seine Frau gemeinsam den B2-Kurs an der VHS Herrenberg.
Mittendrin statt nur dabei
Mehmet wartet nicht – er handelt. In der Cafeteria des Wiedenhöfer Stifts hilft er ehrenamtlich mit, damit Bewohnerinnen und Bewohner täglich eine gemütliche Kaffee- oder Teestunde genießen können. Und er begleitet regelmäßig eine ältere Herrenbergerin zu ihren Arztterminen und unterstützt sie im Alltag.
Eine Erfolgsgeschichte – die noch weitergeht
Mehmet hat ein klares Ziel: Nach der B2-Prüfung möchte er wieder ins Berufsleben einsteigen – am liebsten in der Sozialarbeit, Sozialpädagogik oder Jugendarbeit. Sein Wunsch ist es, die Erfahrungen und Werte, die er mitgebracht hat, in die deutsche Gesellschaft einzubringen. Für Mehmet und seine Familie gilt: "Unterschiedliche Kulturen und Erfahrungen bereichern eine Gesellschaft. Wenn Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen und gemeinsam eine Zukunft aufbauen, stärkt das die Gemeinschaft. Wir möchten die Kultur, Bildung und menschlichen Werte, die wir aus unserer Vergangenheit in der Türkei mitbringen, in unser Leben in Deutschland einbringen, damit einen Beitrag leisten und Mehrwert schaffen."
Mehmets Geschichte zeigt: Ankommen bedeutet nicht, anzukommen und fertig zu sein. Es bedeutet, Teil von etwas zu werden – und dafür aktiv einzustehen.
